Der Jude Jesus und sein Garten

Der Jude Jesus und sein Garten

Sanfte Klänge haben uns heute erweckt, denn Jule und Till waren mit Wecken dran. Heute war es in Hohenfelde etwas bewölkter, trotz dieses Wetters war die Stimmung bei allen Konfis, sogar beim Frühsport Baden heiter. Bei der typisch leckeren Mahlzeit, wurde die Polonaise – ein kleiner Tanz auf dem Zeltplatz – für Sonntag angekündigt, was für viel Aufregung sorgte.

Die Taufe Jesu

Zunächst wurde sich in Zimmern und Zelten getroffen und dann haben alle die Aufgabe bekommen, eine Bibelstelle schauspielerisch darzustellen. Mit Bibel, künstlichen Bärten und Kostümen ging’s ans Werk. Im Handumdrehen sind spannende Szenen aus dem Leben Jesu entstanden, die am Nachmittag im sogenannten Jesusgarten zusammengetragen wurden.

Die Heilung des Gelähmten
Die Ehebrecherin

Nach einer schmetternde Runde “Wir dürfen Singen” gab es Mittagessen: Geschnetzeltes mit Reis oder Pfannkuchen mit Feta-Spinat Füllung.
Nach über einer Woche hier war es Zeit mal gründlich zu entspannen. Dazu wurde in der Mittagspause das Projekt “Wellness” angeboten. Hier gab es sowohl Masken, als auch eine entspannte Stimmung. So relaxed haben wir das Gelände noch nie gesehen.

Die Speisung der 5000

Danach ging es spannend weiter, bei einem Fußballmatch konnte sich wieder ordentlich ausgepowert werden.
Nachmittags war es dann soweit: der Jesusgarten sollte starten. Der Rundgang zeigte das Leben Jesu von der Taufe bis zur Auferstehung. Außerdem haben wir wahre Wunder erlebt, wie ein Gelähmter der plötzlich wieder laufen konnte. Das ganze Gelände war ein einziges Schauspiel, eine einmalige und einprägsame Erfahrung.

Die Kreuzigung

Nach diesem spaßigen Programmpunkt war die Pflicht an der Reihe. Die bisher erste “Heidewitzka”. Für die Hohenfelde Fremden: als “Heidewitzka” bezeichnen wir hier das kollektive Aufräumen des Geländes. So aufgeräumt und sauber haben sie die Zimmer ihrer Kinder bestimmt noch nie gesehen! (Beweisfotos könne wir Ihnen aus Geheimhaltungsgründen leider nicht liefern ;))

Die Auferstehung

Um wieder Kraft zu tanken gab es Abendbrot. Das Essen im 3-Stunden-Takt konnte auch heute wieder eingehalten werden, sodass uns hier ihre Kinder ganz sicher nicht vom Fleisch fallen. Danach gab es wieder Pflichtprojekte. Hier wurde fleißig musiziert, denn heute ist unsere Kantorin Lea aus Bremen in Hohenfelde angekommen. Des Weiteren wurde sich kreativ ausgelebt, egal ob mit der Arbeit mit Holz oder beispielsweise bei der Türzeitung.
Um wieder etwas Sport in den Tag zu integrieren, wurde ein Volleyballturnier veranstaltet. Organisiert wurde es von den engagierten Volleyballern Thies und Theo. Ein voller Erfolg! Für die, die keine Volleyball spielen wollten wurden erneut HF-Armbänder und Spiele im großen Tagesraum angeboten.
Zum passenden Abschied haben wir den Tag nochmal Revue passieren lassen, und mit Lea gesungen. Alles in allem ein lehrreicher und außerordentlich kreativer Tag.

Gute Nacht und viel Spaß beim Lesen der Tür-Zeitung am nächsten Morgen 🙂

Sonne, Spiel & Spaß

Sonne, Spiel & Spaß

Es war einmal eine Konfi-Freizeit and einem Ort namens Hohenfelde. Alle Tage bestanden aus Plena zu fremden Religionen. Alle Tage? Nein! Ein von Spiel und Spaß geprägter Tag hörte nicht auf Widerstand zu leisten. Eine Woche nach Freizeitbeginn leisteten die Konfis unter der Leitung von den Leitenden Merle, Valentin und Emma einen erbitterten Widerstand. Teil eins des perfiden Plans bestand draus in der ganzen Gruppe, während „Speeddating“ gespielt wurde, die Verbündeten besser kennenzulernen. Je absurder die Frage wurden über die sie mit den Kumpanen diskutierten, desto größer war ihr Streben mit Spaß und Heiterkeit dem öden Plenum entgegenzuwirken. Sie hatten jeweils eine Minute Zeit mit einem gegenüberstehenden Partner Schlachtpläne und Taktiken auszutauschen bevor sie den Partner wechselten.

Doch ihre Schlachtpläne bedurften Änderungen als sie vom nächsten Spiel hörten. „Capture the Flag“ sollte sie auf ihre Rebellion vorbereiten. Die Gruppe wie das Gelände wurde in der Hälfte geteilt und das Ziel war die Flagge des anderen Teams zu stehlen. Eine so heikle und anspruchsvolle Aufgabe erweckte den einst ermüdeten Kampfgeist. Mit Gebrüll und Entschlossenheit erinnerte schon diese Generalprobe an eine Revolution. Nach einigen Anpassungen der Regeln, die verhindern sollten, dass sich die Konfirmand:innen nicht schon in der Vorbereitung verausgabten, reichte es am Ende die Flagge des anderen Teams hochzuhalten um einen Punkt zu erlangen. Aufgrund des hohen Niveaus an Ausdauer und Willensstärke der Revoluzzer endete das Spiel mit einem 9 zu 9.
Um Kraft aufzutanken war danach ein Gelage angesetzt, welches die hungrigen Rebellen mit einem lang erwarteten Angebot von Fischstäbchen überraschte. Nachdem die tapferen Krieger sich gestärkt hatten, stürzten sie sich in das nächste Gefecht. Direkt zwei Fußballspiele fanden in der Mittagspause statt. „Fc Beinbruch“ konnte sich gegen „#Lost“ durchsetzen, ebenso auch „LalaLeiter“ gegen „Charlie‘s Angels“.

Um 15:45 ging es dann mit einem Rundgang weiter, der den jungen Soldaten verschiedene Arten des Widerstands beibrachte. An zwölf Stationen lernten sie Spiele kennen, die den Krieg gegen die Langeweile einläuteten.

Nach einem ausgiebigen Abendessen begaben die Jünglinge sich zu ihren Pflichtprojekten, welche trotz der sehr bedrohlichen Wirkung des Wortes Pflicht für Freude und Erheiterung sorgten. Die im Anschluss folgenden Freizeitprojekte festigten die neuen Errungenschaften. Auch wenn das Volleyballturnier wegen einiger Regentropfen auf morgen verschoben werden musste, sorgten ein Teestuki-Film , und Projekte wie „Schmuck basteln“ dafür, dass der Kampf gegen die Öde fortgesetzt wurde.

Mit dem gemeinsame Abschluss von Pastorin Esther Joas zum Klimawandel und der eigenen Verantwortlichkeit wurden die Konfirmand:innen nach einem ereignisreichen Tag ins Bett verabschiedet.

Und wir wünschen nun auch eine schöne Nacht zum Ausruhen 🙂

Mit Ruhe und Gemütlichkeit

Mit Ruhe und Gemütlichkeit

Das sind Bibi und Tina. Nein, das ist der Buddhismus. Nachdem mit Bibi und Tina geweckt
wurde, starteten die Konfis besonders motiviert in den schweißausbrechenden Tag. Da es bereits
morgens fast 30Grad waren, war der Sprung in die Ostsee als Frühsport besonders erfrischend.
Nach einem stärkenden Frühstück ging es los mit dem Plenum, in dem Nefi und Klara die
grundlegenden Fakten zum Buddhismus und dessen Feste erklärten.

Anschließend wurden sie
mit Hilfe eines Interviews von Sabine Müller „erleuchtet“. Sie erzählte von ihrem Leben als
Mitglied in der Remberti Gemeinde und gleichzeitig als Vertreterin des Buddhismus. Fragen wie
„Was sind die Elemente der buddhistischen Lebensweise?“ wurden von ihr aufgeklärt. Eine
weitere Vertiefung in den Glauben fand beim Kampfsport, beim Basteln von Windlichtern als
Symbol für das wichtigste buddhistische Fest, Vesakh Fest und beim Falten von Origami statt.

Danach ging es weiter mit einem Wunschkonzert bei „Wir dürfen singen“, was dazu führte, dass
wir alle zusammen hoch motiviert die Werder-Hymne gesungen haben. Nach dem vegetarischen,
an die buddhistische Lebensweise erinnernden Mittagessen ging es in die wohlverdiente
Mittagspause.
Aufgrund des heißen Wetters, wurde dann nach der Mittagspause ausgiebig geplanscht und am
Strand zusammen als Gruppe entspannt. Dadurch ließen sich die hohen Temperaturen
wenigstens einigermaßen aushalten.
Damit auch ja keine Langeweile entsteht ging es weiter mit den Pflichtprojekten. Wie auch schon
in den letzten Tagen wurde weiter an den Vorbereitungen für die Taufe, den „Bunten Abend“, die
Konfirmation und vieles mehr gearbeitet.

Nach dem Abendbrot ging es weiter mit dem zweiten Teil des Tages, welcher auf Grund des
Wetters auf den Abend verschoben wurde. Passend zum Thema wurde in Kleingruppen meditiert.
Währenddessen haben die anderen Tabu, mit Begriffen aus dem Buddhismus gespielt,
Zen-Tangles gezeichnet und einen Strandspaziergang gemacht, um den Tag Revue passieren zu
lassen.

Nach dem heutigen Tag ist bereits die erste Hälfte der Freizeit um, weshalb Esther am Abend,
während dem Sonnenuntergang am Strand, die vergangene Woche nochmal zusammen gefasst
hat. Abgeschlossen haben wir den Tag wie immer mit dem „Vater Unser“ und „Herr bleibe bei
uns“.

Das Blog Team wünscht eine geruhsame Nacht 🙂

Der Antisemitismus Tag

Der Antisemitismus Tag

Dieser außergewöhnliche Tag begann mit einer außergewöhnlichen Sichtung: Beim morgentlichen Spaziergang konnten wenige von uns am Strand einen Schweinswal beobachten, der in sichtbarer Ferne seine Runden zog.

Leider haben wir kein Bild vom Wal 🙁 daher diese Beispielbild

Der heutige Tag war inhaltlich sowie emotional ein sehr Besonderer. Heute haben wir uns nicht mit den wichtigsten Aspekten einer Religion beschäftigt, sondern mit einem sehr dunklen Kapitel unserer Geschichte: Antijudaismus –> Antisemitismus –> Holocaust/Shoah.

Der thematische Einstieg erfolgte durch eine etwas längere Präsentation über die absurde Entstehungsgeschichte des Antisemitismus. Dabei wurden in großer Runde sperrige Begriffe geklärt, wie Pogrome, “Die” Aufklärung und vorallem der Unterschied zwischen Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus.

Nach diesem Input gab es ein interessantes Online-Interview mit Daniel Uschpol – ein leidenschaftlicher Bremer und Student jüdischer Herkunft. Durch ihn konnten wir vieles darüber lernen, inwieweit Antisemitismus das Leben einer Person gestaltet, die zwar jüdischer Herkunft ist, aber nicht sonderlich religiös ist. Er hat sich auch sehr über Fragen gefreut, die nicht auf das Thema Antisemitismus bezogen waren. Durch ihn konnten wir lernen, dass jüdisch sein weit mehr bedeutet, als die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus und dem Holocaust.
Das Hauptlernziel bestand darin, dass wir Achtsam für Themen wie Verschwörungen und Diskriminierung werden. Dazu gab es im Anschluss Diskutierrunden, in denen wir uns über unsere Erfahrungen mit Antisemitismus, Rassismus, Sexismus oder Queerfeindlichkeit ausgetauscht haben. Wir haben feststellen können, dass solche Themen in der Schule noch zu kurz kommen.

Neben der durchgehend strahlenden Sonne, die durch einen leichten erfrischenden Wind und einem doppelten Schwimmangebot genießbar war, wurde es inhaltlich sehr schwer und belastend. Uns wurde präsentiert, wie Juden in der Zeit des Nationalsozialismus systematisch verfolgt und ermordet worden sind. Dazu gab es kurze Lesungen aus dem Tagebuch von Anne Frank. Der Schock hat gesessen. Dieser Schock ließ sich allerdings durch ein vielfältiges Freizeitangebot wieder auffangen!

Der Abend begann auf humorvolle Art und Weise bedrückend, und endete angenehm-besinnlich. Wir schauten uns den sehr empfehlenswerten Kurzfilm “Masel Tov Cocktail” an, welcher sich aus Sicht eines jüdischen Jugendlichen mit dem heutigen Antisemitismus auseinandersetzt.

Zum Tagesabschluss durchliefen wir schweigend eine meditative Stein-Spirale und sangen währenddessen mehrere Male “Verleih uns Frieden gnädiglich”. Somit konnten wir zum Tagesabschluss zur Ruhe kommen, um den Tag für uns zu verarbeiten. Es lässt sich festhalten: Heute war ein Tag, der unser aller Leben geprägt haben wird.

Ein Religionstagsgast aus Israel

Ein Religionstagsgast aus Israel

Das Thema des heutigen Tages? Judentum!


Bereits im Plenum erzählten Ali und Anton den Konfis was Synagogen sind, dass die Bibel der
Juden die Tora ist und erklärten, warum Israel so eine große Rolle in dieser Religion spielt. Im
Anschluss zeigte Pastorin Esther Joas im kleinen Tagesraum, was beim größten Fest der Juden,
dem Pessachfest, gefeiert wird.

Auf dem Sederteller werden Speisen ausgelegt, die allesamt
gegessen werden. Ein paar dieser Köstlichkeiten durften probiert werden.
In Salzwasser getunkte Salatblätter? Naja…
Purer Meerrettich? Ihgitt!
Pflaumenmus? Schon besser…
Zumindest das von den Konfis eigenhändig zubereitete ungesäuerte Brot, eine Spezialität des
Pessachfests, schmeckte vorzüglich!

Nach der Mittagspause begann um 15:30 Plenum Nummer zwei. Orit Sodemann, eine nach Israel
ausgewanderte Jüdin, stellte sich den Fragen der Konfis.

Ob sie schon mal bei der Klagemauer war?
Wie oft betest du denn eigentlich am Tag?
Warum bist du nach Israel gezogen? Fühlst du dich da sicher?
Auch wenn Orit des Standorts wegen per Zoom nach Hohenfelde geschaltet wurde, war es keines
Weges möglich, dem wilden Fragenhagel der Konfis zu entkommen.
Nach hitzigen 60 Minuten verließen alle zufrieden, mit einer ganzen Menge beantworteten Fragen,
den großen Tagesraum. Doch zu Langeweile kommt es auch heute nicht, denn als nächstes
standen die Pflichtprojekte an. Es wurde musiziert, gesägt, gebastelt und Taufkerzen beschmückt.
Nach dem Abendessen wurde das am vorherigen Tag angefangene Volleyballturnier mit zwei
knappen Halbfinals und einem weniger knappen Finale fertig gespielt.

Nebenbei konnte man sich
ein berühmt-berüchtigtes Hohenfelde-Armband binden lassen oder seiner Kreativität beim
Schmuck basteln freien Lauf lassen.
Abends haben dann noch alle gemeinsam kräftig gesungen und anschließend den Tag Revue
passieren lassen, bevor selbiger mit dem „Vater Unser“ beendet wurde.
An dieser Stelle möchte der Blog noch schnell anmerken, wie sehr er sich auf das gute Wetter in
den nächsten Tagen freut und bedankt sich recht herzlich für’s lesen.
Bis morgen!