“Welch ein (Tauf-)Tag”

25. Juli 2022

Heute war alles anders als sonst. Es begann damit, dass wir nicht um 8 Uhr, sondern erst um 8:45 Uhr geweckt haben – da waren schon alle ziemlich durcheinander. Und dann gab es keinen Frühsport wie sonst, sondern alle sollten sich auf dem Fußballplatz versammeln. Was ist hier los?

Plötzlich ertönte laute Musik durch den Verstärker (die Camper von nebenan können froh sein, dass wir bis 9 Uhr damit gewartet haben!) und dann ging‘s los: alle tanzten zusammen den „Jerusalema“. Der südafrikanische Song und die Choreographie gingen 2020 um die Welt. Besungen wird das himmlische Jerusalem als Sehnsuchtsort für Frieden und Gerechtigkeit.

Jeder Konfirmand und jede Konfirmandin hat heute eine Bibel geschenkt bekommen. Die Bibeln haben ein weißes Cover, das nach Gestaltung ruft. Also wurden Acryl-Farben, Stifte, Sticker und Washi-Tape ausgelegt und los ging’s. Leider sind wir nicht fertig geworden, aber zwei Tage bleiben uns ja noch und da werden wir schon einen guten Zeitpunkt zum Fertigstellen finden.

Es ging weiter mit verstörenden Unregelmäßigkeiten: Brötchen und Aufstrich zum Mittagessen! Aber wie sonst passen noch Kuchen und Grillwürste in die Mägen, so ein Tag hat ja doch nur 24 Stunden…

Nach dem Mittagessen wurde es emsig und wuselig. Alle auffindbaren Tische und Stühle wurden auf den Zeltplatz gebracht: 120 Sitzgelegenheiten waren unser Ziel. Papiertischdecken wurden ausgerollt, Tische und das Drumherum geschmückt, der Büffettisch vorbereitet und am Strand wurden Altar, Gabentisch und E-Piano aufgebaut, denn: um 15 Uhr würde der Taufgottesdienst beginnen!

Die Aufregung war groß, viele Familien waren angereist, das Wetter spielte mit. Rund 150 Personen waren beim Gottesdienst anwesend. Die Täuflinge zogen mit Pastorin Esther Joas ein und setzten sich auf die Decken in der ersten Reihe. Alle versuchten gespannt zuzuhören – es ging um das Wasser des Lebens und das Wasser der Erneuerung, aber eine Fliegenplage machte das Stillsitzen und Zuhören beinahe unerträglich. Es war fast wie die Stechmückenplage aus der Bibel, aber da muss ein Missverständnis vorgelegen haben: Wir wollten in Gottes Namen taufen und nicht Sklaven davon abhalten, zu fliehen! Die Täuflinge und Pastorin Joas hatten es gut: sie konnten sich wenigstens kurz im Wasser erfrischen und sich von den kleinen Fliegen befreien. Danach kamen sie voll des Heiligen Geistes wieder aus dem Wasser und die Fliegen ließen sie in Frieden! So jedenfalls erzählen wir es.

Die vierzehn Täuflinge erhielten neben der Taufurkunde eine selbst gefertigte Taufkerze, ein Tütchen mit Geschenken und die beschrifteten „I love HF“- Shirts.

Nach der Taufe saßen wir dann bei Kaffee und Kuchen mit den Familien zusammen. Außer dass es keinen Erdbeerkuchen gab, wie versprochen, war das ein sehr gelungener Nachmittag! Der noch damit endete, dass nicht nur die Täuflinge sich im Wasser runterkühlen konnten, sondern auch alle anderen die Lust hatten.

Das Highlight – jedenfalls in den Augen der Konfis – kam aber erst noch: die Polonaise, das Grillen und vor allem: die After-Show-Party.

Die Polonaise ist immer eine große Aufregung, weil man vorher einen Tanzpartner/ eine Tanzpartnerin finden muss. Wir freuen uns, dass die traditionell strikte Zuordnung von Mann und Frau aufgebrochen werden konnte und viele Jungen mit Jungen und Mädchen mit Mädchen tanzten.

Jetzt waren alle reif für eine richtige Party. Der große Tagesraum war noch von der Tauffeier auf dem Zeltplatz leergeräumt, also wurden Diskoleuchten aufgestellt, eine perfekte Jugend-Playlist erstellt und ab ging die Post. So viele hüpfende, singende und schwitzende Körper auf einem Haufen, da wurde einem ganz schwindelig.

Um 22 Uhr wurde das letzte Lied angestimmt: “Welch ein Tag”. In zwei großen Kreisen legten wir die Arme umeinander und nahmen Abschied von diesem wunderbaren Tag. Wir sind dankbar, dass die Kinder all das erleben durften und freuen uns, das ermöglichen zu können.

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